NEOLIT & ANTIQUE

Die Insel wurde schon im Neolit, 3. Jahrtausend v.u.Z. von mediterranischen Gemeinschaften besiedelt. Aus dieser Zeit stammt der Inselname Issa, mit dem man die Insel noch heute nennt, doch in der kroatischen Form-Vis. Im 2. Jahrtausend v.u.Z. kamen die alten Ilyren auf die Insel und brachten die Eisenkultur. Vom 6. bis 5. Jht herrschte Ionius über Vis, der auf der Insel den ersten ilyrischen Staat in der Adria gründete. Die Insel selbst hieß damals Ionius Insel und schmiedete sogar sein eigenes Geld – Münzen mit der Gestallt von Ionius. Im Jahre 397 v.u.Z. gründete der Tyrann von Siracusa, Dionisius der ältere, auf der Insel die Kolonie Issa, die erste griechische Kolonie auf der Ostküste Adrias war. Damit gab er der Insel eine zentralle Lage in der Adria, woraus er die gesamten Handelswege kontrollieren könnte. Die alten Ilyren – Dalmaten übernahmen von den angekommenen Griechen eine fortgeschrittene Art von Bebauung. Während der Herrschaft des Dionisius den Jüngeren, wurde Issa zu einem unabhängigen demokratischen Polis – Stadt-Staat der ihr Handelsnetz kräftig auszubreiten begann und sogar die Kolonien Lumbarda (auf der Insel KorËula), Tragurion (Trogir), Epetion (StobreË) und letzlich auch Salona (Solin) gründete. Alle diese Kolonien waren politisch und ekonomisch dem Polis Issa untergeordnet. Vasen, Weinkrüge und Gegenstnde aus Terrakotta bilden ein Teil vom Grabfund aus dieser Zeit. Die antike Issa stellt den ältesten urbanistischen Kern einer Stadt in diesem Gebiet dar. Sie wurde auf den Terrassen im Bereich von Gradina auf dem nordlichen Rand der Höhle aufgebaut. Genauso wie auch die anderen griechischen Städte wurde sie mit einer Festung umgegeben, die teilweise aufbewahrt ist. Daraus wird vermutet dafl die Stadt auch einen ¸blichen symetrischen Straflenraster hatte. Dank all diesen günstigen Umsätnden, blähtete Issa bis zum Konflikt mit dem ilyrischem König Argon und seiner Königin Teuta in Jahren 229-219. v.u.Z. Merkend, dafl sie sich dem Angriff der Königin Teuta nicht widersetzen würde, wandte sich Issa dem römischem Kaiserreich. Diesen Bändnis schlieflend tratt Rom zum ersten mal an die Ostküste Adrias, die fast noch 2 tausend Jahre die Interessenzone für das römisches Kaiserreich und seine Folger blieb. Dank dem Bändnis mit Rom und der Hilfe bei seinen Eroberungszügen,wurde die Wirtschaft der Issa und ihrer Kolonien wieterhin befördert. Aus der römischen Zeit wurden teilweise THERMAE und Fundamente römischen Theaters aufbewahrt. Auf Grund der Gr öfle des Theaters, das etwa 3500 Zuschauer einnehmen konnte, vermutet man dafl zu dieser Zeit die Stadt Issa und die umliegenden Felder etwa 12.000-14.000 Einwohner besiedelten. Auflerhalb der Stadtmauer wurden drei Lokalitäten mit Gröber gefunden. Die Lokalität an der westlichen Mauerseite wurde mit dem slawischen Namen Martvilo und diese an der westlicher Mauerseite Vlaöka Njiva benannt. Die südliche Lokalität wurde auf dem heutigen Gebiet von Luka plaziert. Der Fund von Aschenurmen wies auf die älteste Spuren des Ein äschens in Dalmatien hin. Solche Entwicklung dauerte bis zum Jahre 47. v.u.Z., als Issa während der Kriege zwischen Cäsar und Pompei an der falschen Seite – die von Pompei stand. Nach dem Niederschlag von Pompei wurde Issa zum römischem Munizipius. Die langjährigen reichen kulturellen und wirtschaftlichen Erfahrungen und gute Seewesenkenntnisse ermöglichten Issa, auch in solchen verschlechterten Bedingungen die Verwaltung ¸ber die Kolonien (jetzt römische Munizipien) zu behalten. Issa galt doch als das bedeutendste Handelszentrum in der Adria und der wichtigste Vermittler zwischen Mittelmeerländer und Landesinneren. Mit dem Durchbruch der barbarischen Stämmen ¸ber die Gränzen römischen Kaiserreichs, sank allmählich die wirtschaftliche Macht von Groflzentren herunter , einshliefllich Salona, mit der Issa verknüpft war. Danach wurde die Insel immer schwächer, das Stadtleben liefl allmählich nach und die Gemeinschaften blieben in den überall auf den Insel verstreuten römischen Villen rustica zu leben. Einige dieser Villen rustica entwickelten sich später zu gröfleren dürflichen Gemeinschaften. In 7. und 8. Jh. kamen auch Kroaten auf die Insel. Sie haben sich sehr schnell mit den Ureinwohner griechischer und romanischer Herkunft verschmolzen. Der Inselname wurde kroatisiert und in heutigen Namen Vis umwandelt. Der kroatische Inselname Vis wurde bereits im Werk bysantischen Kaisers Konstantin Porfirogenet (912-959) De Administrando Imperio erwähnt. Mit der Zuwanderung der Kroaten entwickelte sich Vis in eine der wichtigsten Kriegs- und Seebasis in der Ostadria. Deswegen grief Venedig im Jahre 997 auf Vis an. Eine der Ortschaften wurde völlig zerstört, eine Groflteil der Einwohner in Sklaverei entfährt. Der Rest der Einwohner flüchtete aus der zerstörter Stadt ins Inselinnere und gründete dort die Siedlungen Velo selo und Diblje selo, wo sie sich mit Weinbau und Viehzucht (Schfe, Ziegen) befaflten. Sie dachten dort vor Flottenanstürmen geschützt zu sein. Im Jahre 1154 wurde Bistum von Hvar gegründet. Für Venedig war das die einzige Möglichkeit, den Widerstand Dalmatiens und der unter dem starken Erzbistum von Split versammelten Inseln schwächer zu machen Demzufolge kamen im Jahre 1185 die Inseln Brač, Hvar, Vis, Lastovo und Korčula unter dem Bistum von Hvar. In dieser Zeit kamen die Benediktiner auf die Insel Vis. Im Jahre 1050. gründete der Benediktiner Ivan GrliĘ aus Split auf der kleinen Insel Biševo den St. Silvester Kloster. Auf dem Inselchen Svetac bauten die Benediktiner ihr Kloster und die St. Andrija Kirche (13. Jh), auf den Fundamenten alter vorromanischer Kirche. Da Bistum von Hvar, zu dem auch Vis gehörte unter der Jurisdiktion des Bistums von Zadar war und dieses mit Venedig verbunden, war es im Jahre 1278 möglich, dafl der Bischof des Bistums von Hvar sein gesamtes Bistum in die Herrschaft der Republik Venedig ¸bergab. Republik Venedig stellte ihren Rektor an, liquidierte die Pfarrer und gründete eine zentralisierte Kommune, deren Teil auch die Inseln Hvar, Brač und Vis bildeten. Als Vis ein Teil der Kommune wurde, bekamen die Adler von Insel Hvar Besitze auf der Insel Vis. Grundsätzlich hatten die Einheimischen ein Kolonatverhältnis zu den Besitzer. Sie waren den Besitzer unterworfen. Solche Situation dauerte bis zum Jahre 1358 als Venedig durch den im Zadar geschlossenen Frieden das gesamte Territorium verlor und dies unter die Herrschaft des kroatisch-ungarischen Herrschers kam. Als im Jahre 1483 die Flotte des neapolitanisch-aragonischen königs Ferrante auf die Insel Vis angriff und das Dorf Velo selo im Inselinneren vernichtete, gingen die Einwohner zum Hafen St. Juraj hinunter und gründeten zwei Siedlungen, Luka an der westlichen und Kut an der ostlichen Buchtseite. Diese zwei Siedlungen existierten bis zum Jahre 1579 als die Muttergotteskongregation die Kirche Madonna von Grotte (die Kirche bekam diesen Namen wegen des Grotten-Grundstücks auf dem sie errichtet wurde) aufgebaute und diese die zwei Siedlungen verband. Im 16. und besonders 17. Jahrhundert waren viele Grundstücke und Sommerresidenzen im Besitz der Hvar Adliger zu finden. So war die Rede von Husern die den Familien Leporini, Vidali, Jaköa, Lupi, Lucić, Hektorović, Gazarović u.a. gehörten. Beiseite der Sommerresizdenzen die auf Inseln gebaut worden sind, was natürlich auch für Vis galt, fand man regelrecht Grten und manchmal auch Parks. Das war der Fall auch wenn die Residenzen Wirtschaftszentren des Landesgutes waren. Mit dem Friedenabschlufl in Campoformi im Jahre 1797 fällt die Insel unter österreich. Mit dem Friedenabkommen in Poäun wurde österreichische Herrschaft mit der französischen abgewechselt. In dieser Zeit, obwohl die Insel rechtlich in französischer Besitz war, herrschten praktisch die Engländer. Die Insel Vis wurde zum internationalen Zentrum von Schmuggler und Piraten. Aufgrund einer groflen Anzahl von Leuten die auf die Insel kamen und sich dort aufhielten, stieg die Einwohnerzahl schnell von 10.000 auf fast 12.000 bis 14.000. Diese Situation war für Napoleon unannehmbar und er entschlofl sich dazu seinen Besitz militärisch einzunehmen. Die Engländer waren natürlich dagegen und in der Seeschlacht bei Vis im Jahre 1811 wurde die französische Flotte besiegt. Die Engländer stellten ihren Gouverner Sir George Duncan Robertson auf Vis an. Mit der strategischen Bedeutung der Insel vertraut, befestigten Engländer den Hafen von Vis. An der westlichen Zufahrt zum Hafen bauten sie die Festung namens King George, an der östlicher Seite die Festung Wellington, oberhalb der Bucht Svitnja die Festung Bentik und die Verteidigungsanlage Robertson. Mitten im französischen Besitz wurde Vis zur Basis f¸r Kampf gegen Franzosen. Als Engländer die Insel Vis unter ihre Macht brachten, wurden sie gleichzeitig Herrscher über ganz Adria. FESTUNG KING GEORGE III FORTICA – deren Aufbau Sir Robert im Jahre 1812 began und sie oberhalb des Zutritt zum Hafen von Vis plazierte. Nach dem Wienerkongress im Jahre 1815 fällt die Insel unter die Habsburgmonarchie, die nicht zu viel in die Insel investierte, aber wuflte, dafl die Insel eine besondere strategische Position hat und deshalb die Festung Batteriebaute. Dies zeigte sich als besonders wichtig, da sich gerade Vis im Jahre 1866 dem feindlichen Angriff italienischer Flottea bwehrte und damit ihren Durchbruch in die Adria anhaltete. Nach diesem Erfolg ordnete die Monarchie an, die Insel zu entwafnen und die T¸rmer und Festungen zu zerstören. Danach blieb Vis nur noch für gute Weine und Fische bekannt und ging langsam aber sicher wirtschaftlich unter. BATTERIE – in den 30-er Jahren vergangenen Jahruhunderts an der Stelle namens Levaman aufgebaut, spätter Batteria della Madonna genannt. Heute ist das Museum und die archeologische Sammlung daruntergebracht. Da der Innenhof sehr akustisch ist, bildet es einen ideallen Ort für Sommerkonzerte. Die strategische Bedeutung der Insel Vis stellte sich während des zweiten Weltkrieges wieder fest, als über diese Insel Flüchtlingslager nach Italien und Egypten organisiert wurden. Vis war die Basis für die Luftfahrt und Marine der Alliierten, und einige Zeit auch Zentralbasis des Generalstabs und des Kommandanten Josip Broz Tito. Auf Vis wurden Kämpfe geführt, mit Alliierten Kontakte aufgenommen und Abkomme erzielt. Der riesige Beitrag im Kampf gegen die Besatzungsmacht, den die Insel Vis geleistet hat, brachte der Insel auch in den Friedenszeiten eine besondere Position. Durch die Sonderposition als strategisch wichtiger Punkt, wurde die Insel eigentlich vernichtet. 45 Jahre lang lebten auf der Insel mehr Diener des Heer als Bewohner. Deswegen war das Ankommen von Auslandstouristen auf die Insel jahrelang verboten. In die Wirtschaft investierte man nicht, da alles darauf angestellt war die Armee zu erhalten und Bewohner zu ernähren. Zu diesem Zwecke gründete man auch den Textilbetrieb Jugoplastika haupschlich für Militürbedarf. In den 70-er Jahren wurde ein Hotel in Vis und ein in Komiüa aufgebaut, um der Insel durch eine touristische Orientierung zu helfen. Da sich aber ausschliefllich um Inlandstourismus handelte, erbrachte es keinen Profit. Das Einzige was ordentlich funktionierte wurde vor jahrtausenden gemacht – Weinbau und Fischerei. Es schienals ob die Insel trotz ihrer besonderen natürlichen, kulturellen und politischen Werte zum langsamen Sterben verurteilt war. Whrend des Heimatskrieges verlieflen die Diener der jugoslawischen Armee die Insel, wobei sie hinter sich 10 Militrgebude leer stehen lieflen. Im Jahre 1995 lebten auf der Insel Vis etwa 4000 Einwohner, davon etwa 500 zugewanderte Flüchtlinge und Invalide aus dem Heimatskrieg mit deren Familien. Die Zahl der arbeitsfähigen Einwohner betrgüt etwa 500, davon sind nur 300 beschäftigt. Der Fischindustriekombinat Neptun in Komiűa ist schon längere Zeit geschlossen. Das Weinkeller in Visarbeitet mit 20% der Kapazität. Der Textilkombinat stellte seine Arbeitskräfte aufs Warten. In den Hotels (in Komiüa ist der Hotel nur während der Saison geöffnet) arbeiten grundsätzlich Saisonarbeitskräfte aus dem Festland..